Da es in unregelmäßigen Abständen Fragen zu diesem Thema gibt, weil anscheinend einige Banksysteme die Interpretation nicht so genau durchführen, wie die der Genossenschaftsbanken und einige Programmierer offensichtlich den Fehler regelmäßig einbauen:

Bei IBAN-Only-Aufträgen muss bei den Empfängerdaten der komplette Tag weggelassen werden, es reicht nicht, dass das Feld einfach leer bleibt.

Das hier ist falsch, der Auftrag ist fehlerhaft:

<BIC></BIC>

Der komplette Eintrag darf nicht im Auftrag sein, denn wenn er drin steht, muss die BIC korrekt sein. Also so:

<BIC></BIC>

Dies bezieht sich auf die Empfänger-Seite der Buchungen, also den Zahlern einer Lastschrift oder den Empfängerinnen einer Überweisungen.

Im Kopfteil, also dort wo die Auftraggeberdaten und die eigene IBAN stehen, sieht es anders aus. Hier muss im BIC-Tag ein “NOTPROVIDED” eingetragen sein.

Da es Dateien mit mehreren “Auftrags-Gruppen” geben kann, gilt dies für jede separat.

EBICS:

Der EBICS-Server (“Multivia” heißt der bei den genossenschaftlichen Banken) gibt leider keine besonders hilfreiche Fehlermeldung aus. Das Kundensystem erhält im Protokoll nur die Fehlermeldung, dass die Datei nicht in Ordnung sei:

Ergebnis der Verarbeitung    : 454 Daten nicht lesbar

 

Der Server gibt aber weder die Buchungsdatei noch die Fehlermeldung an das Banksystem weiter. Die “normale” BankmitarbeiterIn erfährt vom Vorgang also gar nichts. Es gibt in jeder Bank nur wenig Fachleute mit Zugriffsberechtigung auf den EBICS-Server. Wenn diese in die Protokolle schauen, finden sie nur den Hinweis, dass in der Datei an der Stelle X unerlaubte Zeichen stehen:

Im Parser 'sepa-pain001groupingoption-strict-1' ist ein Fehler aufgetreten: Invalid XML. cvc-pattern-valid: Value '' is not facet-valid with respect to pattern '[A-Z]{6,6}[A-Z2-9][A-NP-Z0-9]([A-Z0-9]{3,3}){0,1}' for type 'BICIdentifier'.
Current input position: line=1, col=1009
Current logical position: (OrderFile=1, LogicalUnitGroup=1, LogicalUnit=1, Transaction=1)

Meist erst mit einer Analyse der Datei, entweder manuell oder mit einem Prüftool, wird dann deutlich, welche Ursache wirklich hinter dem Problem steckt.

 

 

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