Was ist die VR-Kennung?

zuletzt geändert: 06.07.2016

Fragezeichen_100Die “VR-Kennung” ist die Bezeichnung für den Anmeldenamen zur Legitimation im Onlinebankig der an das (ehemalige) GAD-Rechenzentrum in Münster angeschlossenen Banken. Bei den Banken am (ehemaligen) Rechenzentrum Fiducia heißt ein ähnliches Konstrukt “VR-NetKey”. Die beiden Geno-Rechenzentralen sind inzwischen fusioniert, die Unterschiede gelten aber noch für die im Hintergrund arbeitenden alten Banksysteme. Erkennbar ist dies für “Nicht-Eingeweihte” am einfachsten an der verwendeten Domäne (GAD). In Zukunft wird es nur noch den VR-NetKey geben.

Das Besondere der VR-Kennung ist, dass jeder Kunde/jede Kundin nun nicht mehr nur eine Art der Anmeldung nutzen kann, sondern es ist durchaus möglich, mehrere VR-Kennungen zu besitzen. Da die VR-Kennung sehr lang ist (19 Stellen, um genau zu sein, “VRK” am Anfang und 16 Ziffern), kann sie einfach durch einen Alias vertreten werden. Der Alias muss von den Kunden selbst vergeben werden, inzwischen ist eine TAN dazu nötig.

Die PIN kann dabei die gleiche bleiben.

Früher wurde dies über das Gespann Kontonummer und Kundennummer der Nutzerin/des Nutzers gesichert, die VR-Kennung ermöglicht aber zusätzlich auch die Zuordnung von Rollenprofilen, eine Art Berechtigungssteuerung. Hier kann eine Bank z.B. die Berechtigung für Auslandsüberweisungen steuern. So ist es z.B. möglich, dass eine Kassiererin eines Vereins eine VR-Kennung für den Vereinszugang per FinTS/HBCI verwendet und damit Lastschrifteinzüge erledigt, privat aber im Onlinebanking der Bank diese Funktion nicht nutzen kann.

Damit diese “Rollenverteilung” auch für die Zugangsarten Sicherheitsdatei und HBCI-Chipkarte funktioniert, übernimmt auch hier in Zukunft mehr und mehr die VR-Kennung die Steuerung der Kontenberechtigung. Seit Mitte November 2013 ist – zumindest bei neuen Konten/-berechtigungen –  zwingend die VR-Kennung zusätzlich zur Benutzerkennung zu verwenden und entsprechend muss hier an der VR-Kennung auch die jew. Konten-Berechtigung auf der Bankseite richtig gesetzt sein.

Hier finden Sie die Einstellungen für die verschiedenen FinTS/HBCI-Zugänge beschrieben.

Einige Fragen zur VR-Kennung finden Sie hier beantwortet.

2 Antworten zu “Was ist die VR-Kennung?

  1. Wie kann ich Online Banking ohne Tan Scanner für Überweisungen nutzen

    • Raimund on 2. Juni 2016 at 08:44 said:

      Entschuldigung, dass ich so spät antworte – ich habe den Kommentar nicht gesehen.
      Die Alternativen sind abhängig vom Angebot der Bank. Die meisten Banken bieten ein SMS-TAN-Verfahren oder das Oninebanking per Zahlungsverkehrssoftware an. Die GLS Bank beispielsweise per mobileTAN (SMS), FinTS/HBCI mit Signaturdatei oder Chipkarte (separate Hardware erforderlich). Das sollten Sie mit Ihrer Bank besprechen oder Sie informieren sich über die Webseite.
      Alternativ: http://onlinebanking-forum.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.