Was ist die VR-Kennung?

zuletzt geändert: 24.07.2019

Fragezeichen_100Da mein BioBrötchengeber inzwischen – wie die meisten genossenschaftlichen Banken auf das Folgesystem ohne VR-Kennung umgestellt hat, liest sich vermutlich der folgende Artikel wie ein Nachruf. Aber noch gibt es Banken mit der VR-Kennung.

Die “VR-Kennung” ist die Bezeichnung für den Anmeldenamen zur Legitimation im Onlinebanking der an das (ehemalige) GAD-Rechenzentrum in Münster angeschlossenen Banken mit dem Altsystem “bank21”. Bei den Banken am (ehemaligen) Rechenzentrum Fiducia hieß und heißt die Anmeldekennung weiterhin “VR-NetKey”. Die beiden Geno-Rechenzentralen sind inzwischen fusioniert, die Unterschiede gelten aber noch für die im Hintergrund arbeitenden alten Banksysteme. In Zukunft wird es nur noch den VR-NetKey geben, das Banksystem im Hintergrund heißt agree21.

Das Besondere der VR-Kennung ist oder war, dass jeder Kunde/jede Kundin nun nicht mehr nur eine Art der Anmeldung nutzen kann, sondern es ist durchaus möglich, mehrere VR-Kennungen zu besitzen. Da die VR-Kennung sehr lang ist (19 Stellen, um genau zu sein, “VRK” am Anfang und 16 Ziffern), kann sie einfach durch einen Alias vertreten werden. Der Alias muss von den Kunden selbst vergeben werden, inzwischen ist eine TAN dazu nötig. Bei der Systemumstellung wird nur die erste VR-Kennung in das nachfolgende Banksystem übertragen. Die PIN war aber für alle VR-Kennung gleich.

Weitere Geschichten:

Früher wurde dies über das Gespann Kontonummer und Kundennummer der Nutzerin/des Nutzers gesichert, die VR-Kennung ermöglicht(e) aber zusätzlich auch die Zuordnung von Rollenprofilen, eine Art Berechtigungssteuerung. Hier kann eine Bank z.B. die Berechtigung für Auslandsüberweisungen steuern. So ist es z.B. möglich, dass eine Kassiererin eines Vereins eine VR-Kennung für den Vereinszugang per FinTS/HBCI verwendet und damit Lastschrifteinzüge erledigt, privat aber im Onlinebanking der Bank diese Funktion nicht nutzen kann.

Damit diese “Rollenverteilung” auch für die Zugangsarten Sicherheitsdatei und HBCI-Chipkarte funktioniert, übernahm auch dort hier die VR-Kennung mehr und mehr die Steuerung der Kontenberechtigung. Mitte November 2013 wurde es – zumindest bei neuen Konten/-berechtigungen –  die VR-Kennung verpflichtend. Da sie zusätzlich zur Benutzerkennung verwendet werden musste, war die Steuerung entsprechend kompliziert.

Einige Fragen zur VR-Kennung finden Sie hier beantwortet.


Woran kann man erkennen, ob die Bank mit dem Altsystem bank21 (und damit VR-Kennung) oder mit dem agree21-System arbeitet (VR-NetKey oder Benutzerkennung)?

Meiner Meinung nach ist es am einfachsten an der Onlinebanking Anmeldemaske zu erkennen.
Steht dort “VR-NetKey” dann arbeitet die Bank mit dem agree21 System, die VR-Kennung ist dort nur noch für die Umstellung nötig.

Hier sieht man das sehr schön:

Noch ist die VR-Kennung “erlaubt”, sofern sie noch nicht geändert wurde. Das Banksystem läuft aber schon auf dem Folgesystem.

2 Thoughts on “Was ist die VR-Kennung?

  1. Wie kann ich Online Banking ohne Tan Scanner für Überweisungen nutzen

    • Raimund on 2. Juni 2016 at 08:44 said:

      Entschuldigung, dass ich so spät antworte – ich habe den Kommentar nicht gesehen.
      Die Alternativen sind abhängig vom Angebot der Bank. Die meisten Banken bieten ein SMS-TAN-Verfahren oder das Oninebanking per Zahlungsverkehrssoftware an. Die GLS Bank beispielsweise per mobileTAN (SMS), FinTS/HBCI mit Signaturdatei oder Chipkarte (separate Hardware erforderlich). Das sollten Sie mit Ihrer Bank besprechen oder Sie informieren sich über die Webseite.
      Alternativ: http://onlinebanking-forum.de

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