Aktuell tritt bei genossenschaftlichen HBCI-Karten folgender Fehler auf:

Folgekarten, die abgelaufene HBCI-Karten ersetzen sollen, werden von einigen Programmen kaputtgeschrieben. Das trift bei uns aktuell Onlinebanking-Karten mit Gültigkeit bis 2023, die abgelaufene 2019er Karten ersetze sollten.

Die Fehlermeldung lautet meist:

“Die Synchronisierung mit dem Kreditinstititut ist fehlgeschlagen.” (…)

“Kundenschlüssel nicht mehr gültig. Auftrag abgelehnt”.

Sicher bin ich aktuell nur, dass die auf das b+s (Datadesign)-Kernel ddbac mit den Karten ein Problem hat. Die Schlüsselnummer wird vermutlich daher unter anderem in Lexware, Quicken, MS-Money99, windata, Buhl (wiso..), GLS eBank etc. falsch gesetzt.


Kurze Zwischenbilanz (Stand 19.01.2020):
Folgende Programme habe ich in der aktuellen (Test)Versionen mit meiner RDH-7 Folgekarte (“VR-NetWorld card”) nutzen können:
Profi cash 11.72, VR-NetWorld Software 7.40
Starmoney Business 8,
Alf banco 7
subsembly Banking4W


 

Die Fehlermeldung wird in anderen Programmen eventuell mit anderen Texten ausgegeben.

Reparieren kann man die Karte nicht mit den ddbac-Hausmitteln, wie das bei falschen RDH-Versionen funktionieren kann (siehe hier).

Eine mögliche Lösung ist aber der Chipcard Master vom wirklich genialen Chipkarten-Guru Dr. Olaf Jacobsen (auch von hier noch einmal den herzlichsten Dank für alles und den Chipcardmaster!). Sinnvoll ist dies nur, wenn man danach eine Software einsetzen kann, die die Karte nicht sofort wieder unbrauchbar macht.

Das kostenlose Tool erhält man schlussendlich bei heise zum freien Download, trotzdem sollte man sich hier www.chipcardmaster.de über den Stand informieren.

Achtung:
Man sollte diese Änderungen nur durchführen, wenn die Karte wirklich defekt ist (letzte Maßnahme). Ich kann keine Haftung für die Bearbeitung übernehmen. Ist die Karte aber eh unbrauchbar, kann man sie auch kaum kaputter machen…

Ich bin so vorgegangen:

Sichere PIN-Eingabe aktivieren

Unter “Kartenleser”, Einstellung des Kartenlesers sollte der Leser auf die sichere PIN-Eingabe umgestellt werden. Bei meinem Leser kam es zu Abstürzen, ich habe dann einfach neu gestartet und dann ging es.

Die HBCI-Daten der Karte lese ich unter “Banking” aus.

Erst nach der PIN-Abfrage erfolgt die Anzeige. Das gesuchte, offensichtliche fehlerhafte Feld finde ich im Chipcardmaster unter “Schlüssel Info”.

Das falsch gesetzte Feld ist die “Schlüssel Info”. Bei meiner Folgekarte muss ich alle “001” in die “002” abändern und speichern, (die RDH-Version bleibt bei personalierten Kartern 007).

 

Beim ersten Mal habe ich direkt den “Speichern-Befehl” übersehen, dieser befindet sich unten links.

 

Danach funktionierte die Karte bei mir wieder, allerdings nur in Profi cash und der VR-NetWorld Software!

Ich hab die Karte in windata testweise neu initiailisiert, danach war die Karte wieder defekt. Eingesetzt wurde ein ddbac-Kernel der Version 5.8.80 und .85, letztere vom 10.01.2020, wenn ich das richtig gesehen habe.

Updates werde ich dann hier ergänzen.

3 Thoughts on “HBCI-Karte (Folgekarten) funktionieren nicht, Kundenschlüssel nicht mehr gültig

  1. Liegt der Fehler bei den Chipkartenherstellern bzw. -herausgebern oder handelt es sich um ein Problem der Bankingsoftware?

    Von meiner Sparkasse habe ich eine HBCI-Chipkarte, die laut Aufdruck 2014 abgelaufen wäre, aber weiter ihren Dienst tut. Meine Sparkasse teilte mir seinerzeit auf Nachfrage mit, dass die (dortigen) Karten unbefristet gültig seien.

    • Raimund on 16. Januar 2020 at 21:55 said:

      Hallo Herr K.
      ich anonymisiere lieber aus Datenschutzgründen den Nachnamen, da dieser für das Blog meist keine Relevanz hat.
      Tja, die Sparkassen haben hier eher kein Problem mit ablaufenden Karten weil meines Wissens das Verfahren 2021 eingestampft wird. Also da ist eh bei den roten Kolleg*innen wohl leider Schluss. Die “2014” bezieht sich meines Wissens aber auch nur auf die GeldKartenfunktion, die im jew. aufgedruckten Jahr dann auslief. Die Kartentype der Sparkassen (3DES) ist aber sicherheitstechnisch wirklich am Ende, nichtmal eine PIN-Änderung wäre dort möglich. Bei einigen Lesern kann man die PIN deshalb an der Abnutzung der Tastatur ablesen.
      Bei uns Genossen ist das anders.

      Wenn es um die Schuldfrage geht:
      Die Herausgeber der Karte sind es in keinem Fall, die Karte war in Ordnung und funktionierte erst nach der fehlerhaften Einrichtung nicht mehr. Und ich kann sie auch reparieren, wie oben beschrieben, danach geht sie wieder in der VR-NetWorld Software und in Profi cash.
      Bleibt der Softwarehersteller:
      Die meisten HBCI-Programme haben im Hintergrund einen Dienstleister, der den HBCI-Kernel programmiert hat und der von den Herausgebern der Banksoftware lizenziert wird. Von dem bekommt man meist wenig mit, aber hier scheint der Fehler zu liegen, denn bei unserem Programm auf windata-Basis geht bereits die Karteneinrichtung schief. Nach meiner Einschätzung hat windata noch gar keinen Kontakt zum Bankzugang. Hier muss also b+s die Hausaufgaben erledigen und einfach lernen, Folgekarten richtig auszulesen und die Daten nicht auch noch falsch abzuändern.
      Man kann auch hier der Qualitätskontrolle der Zahlungsverkehrs-Software kaum Schlamperei vorwerfen, da diese ja gar keine Möglichkeiten haben, das mit funktionsfähigen Folgekarten zu testen.
      Wenn aber ein Hersteller die HBCI-Kernel-Programmierung im eigenen Haus hat, dann sollte der Support in der Abteilung mal intensiver nachfragen, warum dies nicht ordentlich umgesetzt wurde…

      Das ärgerliche ist natürlich erstmal der Anschein, dass die Banken “kaputte” Karten herausgegeben haben. Hier dürfen sich sicherlich die Banken Vorwürfe anhören, die Gebühren für die Ersatz-Karten nehmen, obwohl hier den Usern keine Schuld trifft.

      Ein Austausch hilft dann ja auch, weil dies ja keine Folgekarten mehr sind, die Schlüsselversion ist mit 001 korrekt und alles funktioniert wie es soll (bis zum nächsten Tausch). Und was will ein Bankkollege*in machen, wenn er/sie nicht gerade zufällig eine Folgekarte zur Hand hat, sie/er wird den einfachen Weg gehen müssen.

      Jetzt arbeite ich aber bei der GLS Bank, also einer Bank, die sich dem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen verschrieben hat. Dann möchte man aber auch “hinter die Sache kommen” und verstehen, warum das so ist. Augenscheinlich schien es ja ein Problem des Kartenherstellers zu sein: Diverse defekte Karten mit unterschiedlichen Programmen? Hey, das kann doch nur ein Produktionsfehler sein, oder?
      Aber andere Genossenschaftsbanken kannten das Problem in ähnlicher Form.
      Und dann man sich auch mal eine halbe Nacht hin und versucht erstmal das Problem zu verstehen. Denn eigentlich weiß ich ja: Diese neue Karte kann doch eigentlich nur kaputt sein, wenn z.B.x-mal eine falsche PIN eingegeben wurde. Und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit das das zufällig bei mehr als zwei Menschen gleichzeitig vor kommt?! Und sie funktionierte ja am Anfang.

      Am Ende freut man sich natürlich, wenn man den Fehler einkreisen kann und schlussendlich mithelfen kann, womöglich tausende von unnötigen Karten-Nachbestellungen zu verhindern.

      Herzliche Grüße und Danke für die Nachfrage!
      Raimund

  2. Pingback: Tausch der FinTS/HBCI Chipkarte mit Signatur – VR-Kennung Blog

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