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letzte Änderung: 04.07.2026
Auch wenn EBICS-Aufträge vom EBICS-System technisch korrekt übernommen und verarbeitet werden, kann es trotzdem passieren, dass die eigentlichen Buchungen später im Banksystem abgelehnt werden oder Lastschriften noch vor ihrem Fälligkeitstag storniert werden.
Infos darüber finden sich nicht in den zeitnah abzurufenden EBICS-Protokolle (PTK, HAC), die Verarbeitung im EBICS-Server ist da schon erfolgt.
Ursachen für die nachgelagerten Nachrichten können zum Beispiel fehlerhafte Daten in den Aufträgen oder unzureichende Kontodeckung beziehungsweise zu geringe Kontolimite (Stichwort Lastschrifteinreicherlimit) sein. Solche Ablehnungen können in den Standard-Protokollen des EBICS-Servers nicht sichtbar sein, die sogenannte Disposition passiert Stunden oder Tage später. Die Banken müssen zwar über abgelehnte Aufträge informieren – aber aktuell werden dafür separate Banknachrichten im elektronischen Postfach, Anrufe der Bank oder sogar klassische Postbriefe genutzt. Nicht immer erreichen diese Nachrichten die richtige Stelle. Vielfach stellen Buchhaltungen lediglich eine ausbleibende Buchung fest und reagieren sehr spät – wenn überhaupt.
Viel sinnvoller ist es, wenn das Banksystem zusätzlich eine strukturierte Nachricht an den EBICS-Server schickt, in der der Status der nicht verarbeitbaren Aufträge mitgeteilt wird. Damit das funktioniert, müssen die Banken diese Statusnachrichten für das jeweilige Konto aktiv freischalten und zusätzlich auf dem EBICS-Server die entsprechenden Berechtigungen für die zugehörigen Auftragsarten einrichten, diese Nachricht wird zeitnah generiert – muss aber auch gelesen werden.
Mir sind bislang keine Programme bekannt, die diese Statusdateien automatisch auswerten, alles bisher waren manuelle Abrufe! Hier ist noch einiges möglich, es wäre wünschenswert, könnten die EBICS-Kunden-Lösungen diese Auftragsarten als separate Abrufe mit etwas Interpretation unterstützen. Es wäre aber sicherlich auch nötig, dass diese Option gezielt als Erweiterung der Kundschaft und den Bankern erklärt wird, das ist aktuell auf allen Ebenen sehr spezielles Wissen.
Ich arbeite gerade an einem Kunden-Projekt mit, bei dem über das EBICS-Java-Tool der Genossenschaftsbanken Multivia Sm@rtConnect die Daten automatisiert abgerufen werden und bei dem ein cleveres Powershell-Script die Interpretation übernimmt und dann die Buchhaltung informiert. Hier sollte aber wirklich noch mehr passieren.
Sobald eine solche Datei bereitsteht, besteht auf Kundenseite Handlungsbedarf, weil sie auf Probleme bei der Auftragsverarbeitung hinweist.
Es ist daher unkritisch, wenn der EBICS-Server meldet, dass aktuell keine Statusdatei vorhanden ist – das bedeutet in der Regel nur, dass es keine abgelehnten Aufträge gibt.
Es gilt also (bei aktivierten Statusmeldungen):
Keine Statusdatei vorhanden -> bis jetzt ist alles ok.
Statusdatei vorhanden? Lesen und ggf. reagieren/korrigieren!
Wichtig sind die zeitlichen Abläufe:
Der Bankserver und gegebenenfalls die Beraterinnen und Berater der Bank müssen zunächst die Aufträge geprüft und verarbeitet haben. Eine Entscheidung über die endgültige Ausführung oder Ablehnung kann deshalb auch erst am nächsten Bankarbeitstag getroffen werden. Bei Überweisungen könnte zum Beispiel bis dahin noch eine Gutschrift auf dem Konto eingehen, die die Ausführung erst ermöglicht. Lastschriften können theoretisch noch 14 Tage nach Einreichung storniert werden.
Die abgerufenen Daten
Wichtig ist es, in der Auswertung die Felder entsprechend der originalen Dateien auszuwerten, im Beispiel rot markiert.
Detailinfo in der Banknachricht per Auftragsart „BKI“.

Abrufjob in Profi cash anlegen
Datentransfer, Joberstellung, Datei Senden/Holen

Legen Sie zur jeweiligen Bank einen passenden Ordner an und vergeben Sie einen Dateinamen mit Endung zip.
„CDZ“ ist richtig für Lastschriften…


…für Überweisungen wäre es z.B. „CRZ“ und für Banknachrichten „BKI“.
Profi cash entpackt die Datei nicht, sie wird nur abgelegt.
GLS eBank / windata Professional
Menü EBICS -> Abruf beliebige Auftragsart


Im Gegensatz zu Profi cash wird die abgerufene Datei automatisch entpackt.
































































